Über uns

Die "Ler(n)ende Euregio" ist ein auf die Euregio Rhein-Waal bezogenes Projekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, über eine Palette an grenzüberschreitenden Aktivitäten im Bereich der beruflichen Bildung den euregionalen Bildungs- und Arbeitsmarkt zu entwickeln und zu stärken sowie bestehende Angebote und Möglichkeiten besser zu nutzen.

Auf niederländischer Seite wird das Projekt von den ROCs und den landwirtschaftlichen Ausbildungszentren (AOCs) in den Provinzen Gelderland und Noord-Brabant durchgeführt. Auf deutscher Seite sind Berufskollegs aus den Regionen Münster und Düsseldorf daran beteiligt.

Das Projekt hat eine Laufzeit bis zum 1. Januar 2014, muss danach jedoch als eigenständiger "Markenname" fortgesetzt werden. Die "Ler(n)ende Euregio" wird über das Interreg-4A-Programm  mit Mitteln der EU sowie Beiträgen der teilnehmenden Schulen, der Provinzen Gelderland und Noord-Brabant und der Bezirksregierungen Düsseldorf und Münster finanziert. Das ROC Nijmegen fungiert als Projektträger (des Projekts).

Das Projekt hat 3 Säulen:

1. Mobilität
Die Durchführung ein- oder mehrtägiger grenzüberschreitender Arbeitsbesuche zwischen deutschen und niederländischen Schulen, an denen neben Lehrern, Führungskräften und Auszubildenden auch Vertreter aus der Wirtschaft teilnehmen können.

2. Tandems
Die Entwicklung einer gemeinsamen euregionalen Berufsbildung durch die Zusammenarbeit in Teams (Tandems) aus deutschen und niederländischen Schulen und Betrieben.

Hierbei lassen sich folgende Varianten unterscheiden:

  • Euregionaler Unterricht:
    Deutsch-niederländische Gruppen von Auszubildenden erhalten ein berufsbezogenes Bildungsangebot.
  • Euregionale Praktika:
    Deutsche und niederländische Auszubildende machen ein Praktikum im Nachbarland.
  • Euregionales Unterrichtsmaterial:
    Deutsche und niederländische Schulen entwickeln und unterhalten gemeinsam Unterrichtsmaterial, Module, Kerntätigkeiten Ausbildungsabschnitte, "Lernfelder" oder komplette Ausbildungen.

3. Euregionales Zertifikat und Gütesiegel
Es ist beabsichtigt, in Ergänzung zum eigenen Berufsabschlusszeugnis und pro "euregionaler" Ausbildung oder "euregionalem" Modul ein regionales Zertifikat zu verleihen, das für alle Beteiligten transparent ist und von allen anerkannt wird: von den Arbeitgebern, den Arbeitnehmern sowie den staatlichen Stellen in unserer Euregio - (und eventuell darüber hinaus). Unternehmen mit euregional qualifiziertem Personal können ein anerkanntes euregionales Gütesiegel erhalten.

Regionale Zusammenarbeit
Um den regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarkt stärken zu können, wird eng mit den relevanten Akteuren aus den Bereichen Wirtschaft, Bildung und Politik kooperiert. Wir fordern Sie auf, aktiv an der Gestaltung der Projektziele und ihrer Umsetzung mitzuarbeiten.

Branchen, Sektoren und Ausbildungen mit euregionalem Potential
Das Kenniscentrum Beroepsonderwijs Arbeidsmarkt (KBA) hat im Auftrag der "Ler(n)enden Euregio" eine Untersuchung über Branchen und Ausbildungen in der Euregio durchgeführt, die im Hinblick auf - auch längerfristige - Beschäftigungsperspektiven und Entwicklungschancen potentiell interessant sind. Konkret geht es dabei um folgende Branchen und Ausbildungen:

  • den Einzelhandel
  • den Hotel-, Restaurant- und Gaststättengewerbe
  • den Tourismus
  • international ausgerichtete kaufmännisch-administrative und juristische Tätigkeitsfelder
  • dem Gesundheitswesen
  • die Bereiche Metall-, Elektro- und Anlagenbau
  • den Bereich Transport und Logistik
  • Bau- und Planungswesen
  • IT und Multimedia

Euregionale Kompetenzen
Daneben hat die "Ler(n)ende Euregio" auch noch eine Reihe allgemeine euregionale Themen benannt. Dabei handelt es sich um die Förderung der Zweisprachigkeit, interkulturellen Kompetenz, und Initiativen zu unternehmerischem Handeln (von Lehrern und Auszubildenden). s. Mobilitätsbrochüre